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Schwerpunkte
für BL-Schiedsrichter
1. Spiel(mach)er schützen
Um entscheiden zu können, wie gravierend ein Foul ist, werden die Schiedsrichter
daran erinnert, was sie bei ihrer Beurteilung einbeziehen sollten:
- Komponenten Absicht und Bosheit;
- Geschwindigkeit der Handlung des Spielers (Intensität);
- Chancen des Angreifers, den Ball zu spielen;
- Position des Angreifers (Boden oder stehend);
- Gesundheitsgefährdung des Gegenspielers.
Besondere Betonung wird auf die Beurteilung von Zweikämpfen, bei denen der
Spieler keine Rücksicht auf die Sicherheit und Gesundheit eines Gegners nimmt,
gelegt. Die Aufmerksamkeit wird zudem auf die besondere Gefahr gerichtet, die
durch einen Spieler entsteht, der in die Nähe eines Gegners springt und vorsätzlich
seinen Arm in unnatürlicher Weise ausstreckt (beispielsweise durch die Bewegung
des Ellenbogens).
Brutalität (Aktionen, die ein hohes Maß an Gewalt einschließen)
muss immer mit einem Platzverweis (Rote Karte) geahndet werden.
2. Seuche Halten & Klammern
Wird ein Erfolg versprechender Angriff durch Zurückhalten, Niederreißen
oder Umstoßen unterbunden, muss dieses taktische Foul mit einer
Verwarnung bestraft werden. Besondere Aufmerksamkeit ist auch auf Stürmer
zu richten, die Gegenspieler durch Halten oder Klammern an Abwehraktionen hindern.
Präventivmaßnahmen sind bereits vor der Durchführung von Freistössen
in Tornähe oder
Eckstößen angebracht.
3. Gefahrenzone Strafraum
Aufgrund der Sensibilität und der Bedeutung von Strafraumentscheidungen sind
diesen höchste Priorität und Aufmerksamkeit einzuräumen. Der Schiedsrichter
soll vor einer fälligen Strafstoßentscheidung nicht zurückschrecken
und anschließend für eine korrekte Durchführung sorgen. Konsequenz
ist demnach bei der inkorrekten Ausführung des Strafstoßes gefragt
(vor der Ausführung ist bereits präventiv zu agieren!).
4. Vorteil nicht um jeden Preis
Eine gekonnte Anwendung des Vorteils ist bestimmt für die Flüssigkeit
des Spielverlaufes von Vorteil, aber eine Flucht in den Gewaltvorteil ist zu vermeiden!
So wird im Abwehrbereich meist der Pfiff der beste Vorteil für die verteidigende
Mannschaft sein, der Vorteil ist unmittelbar vor bzw. im Strafraum sinnvoll anzuwenden.
Wenn das Spiel weiterläuft ist auf die erforderliche Disziplinarstrafe bei
Notwendigkeit in der nächsten Spielunterbrechung nicht zu vergessen! Auch
ist das Nachpfeifen (verzögerter Pfiff) bei misslungenem Vorteil ist möglich.
5. Betreuer / Coaching-Zone
Aufgrund der Erfahrungen in der letzten Saison besteht für die Durchsetzung
der Einhaltung der Bestimmungen bei Fehlverhalten dort befindlichen Personen zunächst
für die Assistenten oder den Ersatzschiedsrichter strikter Handlungsbedarf.
Der Schiedsrichter selbst sollte erst bei Notwendigkeit Aktivitäten setzen,
wobei hier entsprechende Konsequenz anzuwenden ist.
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